Die große Welt der Dachziegel
Montag, 7. Juni 2010
Dachziegel sind Bauelemente aus unterschiedlichen Materialien, die zum Decken von geneigten Dächern verwendet werden.
Geschichte der Dachziegel
Der aus Ton gebrannte Dachziegel wurde schon 450 vor Christus von den Korinthern erfunden und wird noch heute genutzt. Erst während der Industrialisierung wurde es möglich Dachziegel maschinell in großer Stückzahl zu produzieren.
Herstellung der Dachziegel
Zur Herstellung wird zuerst Lehm abgebaut, dann der Feuchtgehalt der Ton-/Lehmmischung optimiert, die Masse in Form gebracht, getrocknet und schließlich gebrannt. Die Farbe der Naturroten Ziegel hängt von den enthaltenen Mineralien ab. Die engobe Farbgebung kommt zustande, indem eine Tonschlämme mit bestimmten Mineraliengehalt vor dem Brennen auf den Ziegel aufgebracht wird. Außerdem können Farbpigmente vor dem Brennen beigemischt werden, um den erwünschten Farbton zu erreichen. Auch ist es möglich den Dachziegel mit einer Glasur zu überziehen, um gelbe oder schwarze Ziegel zu erhalten.
Dachziegel Arten
Es gibt verschiedene Arten von Dachziegel, deren Hauptunterschiede in ihrem Aussehen liegen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Strangdachziegeln und Preßdachziegeln, die es jeweils mit und ohne Falz gibt. Erstere werden im Strangpressverfahren, letztere werden aus der Tonmasse ausgestanzt. Als Falz bezeichnet man die Vertiefung eines Ziegels, in die der nächste Ziegel greift. Falze können sich dabei an allen Seiten des Ziegels befinden. Zu den falzlosen Dachziegeln gehören unter anderem die so genannten Biberschwänze, welche man zu den Strangdachziegeln zählt. Zu den Dachziegeln ohne Falz gehört der Strangfalzziegel. Falzlose Ziegel ergeben nur ein regenfestes Dach, wenn sie sich überlappen; diese Überlappung ist bei den Ziegeln mit Falz nicht nötig.

