Das Bloggen, das Führen eines Blogs oder Weblogs also, ist in den letzten Jahren mehr und mehr in Mode gekommen. Zunächst in Amerika verbreitet, griff die Welle irgendwann nach Europa und damit auch nach Deutschland über. Ein Blog ist eine Art Online-Tagebuch, in das man regelmäßig oder auch in eher unregelmäßigen Abständen Eintragungen macht. Das Thema spielt dabei keine Rolle, es gibt Blogs zu den unterschiedlichsten Gebieten. Die Spannweite reicht dabei von Sachthemen wie etwa Elektronik oder Fahrradfahren über Kommentare zum politischen und sonstigen Tagesgeschehen bis hin zu privaten Erlebnissen und Gefühlen.
Eine Sonderform – oder eigentlich eher eine Anwendung des Blogs ist das Corporate Blog, das Firmenblog. Es hat nicht nur den Zweck, irgendwelche Sachinformationen zu vermitteln, sondern soll auch dafür sorgen, dass Google die Website des jeweiligen Unternehmens besser findet: Heutzutage achten Suchmaschinen sehr darauf, ob sich Websites öfter einmal verändern. Tun sie das nicht, werden sie als veraltet angesehen und als weniger relevant eingestuft. Ein Blog sorgt automatisch für Veränderungen auf der Website und beugt daher diesem Effekt vor.
Blogging ist nicht schwer. Ein Blog erstellen kann jeder. Die Software dazu installiert man entweder auf seiner eigenen Website oder man macht sich einen Account auf einer Blog-Website, der oft sogar kostenlos ist. Eine Blog-Software ist im Prinzip ein einfaches Content Management System und ermöglicht es dem Benutzer, das äußere Erscheinungsbild seines Blogs mit einfachen, komfortablen Tools zu konfigurieren sowie Texte und Bilder einzugeben. Eine wichtige Funktion der Blog-Software besteht darin, dass die Besucher zu den Einträgen Kommentare hinterlassen können, die mit einem Link auf das eventuell vorhandene eigene Blog versehen werden können. In der Blogosphere oder Blogosphäre, der Gemeinschaft der Blogger, liest man nämlich auch gerne die Blogs der Kollegen und diskutiert oft leidenschaftlich über deren Einträge.