Von der Entstehung der Aktie
Donnerstag, 9. Juli 2009 |
Die Entstehung von Aktien und dementsprechend auch Aktiengesellschaften lassen sich in erster Linie auf das 16. und 17. Jahrhundert zurückführen, wobei berücksichtigt werden sollte, dass die damalige Aktie nur in den Prinzipien mit den heutigen Wertpapieren verglichen werden kann.
So entstanden damals so genannte Kaufmännische Zusammenschlüsse auf dem Gebiet des Überseehandels, um sich beispielsweise vor hohen Kosten für die Schiffsausrüstung oder Risiken eines Überfalles zu schützen. Demnach entstand die weltweit erste Aktiengesellschaft, welche auch unter der Abkürzung AG bekannt ist, im Jahre 1602, nachdem sich viele holländische Reeder zur so genannten „Vereinigten Ost- Indischen Kompanie” zusammengeschlossen hatten. Diesbezüglich trat die heutige Aktie im 16. Jahrhundert in Form von Pfeffersäcken auf, welche die einstigen Aktionäre, sprich Händler, für ihre Dividenden erhielten. Aber auch die am 2. Mai. 1670 gegründete Hudson Bay Company setze Nerzfelle anstatt von Wertpapieren ein.
Nichtsdestotrotz bilde die älteste, auch in unserer heutigen Zeit noch vorhandene Urkunde eine Aktie von der holländischen Vereinigten Ostindischen Kompanie, welche im Jahre 1602 gegründet wurde. Nach dem Vorbild dieser ersten erfolgreichen Aktiengesellschaft entstanden so im Verlauf vieler Jahre weitere Gesellschaften, sodass in der Tat ein Gründungsboom ausgelöst wurde. Viele Kaufmänner und Händler bemerkten die Vorzüge einer Aktiengesellschaft und wollten sich zusammenschließen. Schließlich wurden die Risiken des Unternehmens auf viele Aktionäre verteilt.
Doch erst im 19. Jahrhundert wiesen die damaligen Aktien große Ähnlichkeiten zu heutigen Wertpapieren auf. Durch eine schnelle Abfolge von zahlreichen, bahnbrechenden Neuerungen und technischen Erfindungen, trug die Industrialisierung zur Entstehung und zum Erfolg von Aktien- und Kapitalgesellschaften bei. Auch heute noch ist der Aktienmarkt auf der ganzen Welt vertreten und nicht mehr wegzudenken.

