Open Source Software: Professionelle Programme zum Nulltarif

Sonntag, 8. November 2009

Open Source Programme haben ihren Namen von dem Umstand, dass ihr Quellcode offen liegt und nicht, wie das bei kommerziellen Programmen in aller Regel der Fall ist, geheimgehalten wird. Bereits seit Jahren sind Open Source Programme in vielen Fällen ernstzunehmende Alternativen zu der üblichen Software, für die man bezahlen muss.

Es gibt heute Open Source Programme für alle möglichen Zwecke, lediglich auf manchen sehr speziellen Gebieten wie etwa im CAD-Bereich ist das Angebot eher dünn. Umsonst ist Open Source Software meistens deswegen, weil die jeweiligen Programmierer sie zum Spaß oder aus Menschenfreundlichkeit entwickeln oder aber, weil sie in den USA im Rahmen von Projekten entstehen, die mit Steuergeldern bezahlt werden. Alle Ergebnisse solcher Projekte müssen nach US-Recht jedermann kostenlos zur Verfügung stehen, was für die Fotos der NASA genauso gilt wie für Computerprogramme samt Quellcode, die an amerikanischen Universitäten entwickelt werden.

Trotzdem sie oft als Freizeitbeschäftigung entwickelt werden, sind Open Source Programme oft mindestens so professionell gemacht wie gekaufte Software, teilweise sogar besser. Das liegt nicht zuletzt daran, dass alle Programmierer den ganzen Quellcode einsehen können und nicht, wie bei kommerzieller Software oft der Fall, lediglich den Teil, den sie direkt bearbeiten.

In vielen Fällen sind Open Source Programme bereits Standard geworden, wie etwa der Webserver Apache oder die Open Source Datenbank MySQL. Linux ist ein ganzes Open Source Betriebssystem und vielen Leuten bekannt; was weniger bekannt ist, ist, dass es lange nicht das einzige Freie Betriebssystem ist.

Open Source Programme können auch praktisch nicht mit irgendwelchen Nebenfunktionen versehen werden, die den Anwender etwa ausspähen oder sonstwie schädigen. Würde ein Programmierer entsprechenden Code einbauen, würden es andere merken und Alarm schlagen. Aus diesem Grunde sind Open Source Programme unter anderem auch ein wichtiger Beitrag zu Datenschutz und Datensicherheit.

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Linux: Kostenloses Betriebssystem

Sonntag, 8. November 2009

Linux ist ein Open Source Betriebssystem, dessen Grundlage von einem finnischen Studenten geschaffen wurde und das heute von einer riesigen, weltweiten Gemeinde ehrenamtlich weiterentwickelt wird. Linux ist ein so genanntes Unix-Derivat, das heißt, dass es von dem ursprünglich für Großrechner entwickelten Betriebssystem UNIX abstammt.

In den 80er Jahren entwickelte ein finnischer Student namens Linus Torvalds für ein Projekt im Rahmen seines Studiums den Grundstock eines Unix-ähnlichen Betriebssystems für PCs. Daraus entwickelte sich Linux, dessen Namen nach einer Unix-Tradition gebildet wurde: Ein „ux“, “nix” oder  “x” am Ende sind übliche Abkürzungen für Unix, die auch in den Namen von Unix-Derivaten auftauchen können. So heißt das Unix von Hewlett-Packard „HP-UX“, das von Siemens “Sinix”  und „Linux“ bedeutet eben „Linus’ Unix“.

Linux entwickelte sich schnell weiter, vor allem deswegen, weil es im Unix-Bereich bereits eine riesige Sammlung von freien System- und Anwendungsprogrammen gab, die man lediglich zu adaptieren brauchte. Mittlerweile muss man den Linux-Kernel auch nicht mehr, wie das früher bei Unix allgemein üblich war, auf jedem Rechner für dessen spezielle Hardware-Konfiguration kompilieren sondern es erkennt die Hardware selbst und richtet sie bei der Installation ein.

Linux ist ein kostenloses Betriebssystem, man kann es sich umsonst aus dem Netz herunterladen oder auch von jemand kopieren. Wenn man Linux-Distributionen wie etwa Red Hat Linux oder openSuSE Linux kauft, bezahlt man nicht für das Betriebssystem und die beigefügte riesige Menge an Anwendungssoftware, sondern lediglich für die CDs und/oder DVDs, die Handbücher und einen eventuell gebotenen telefonischen Support.

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Ein starkes Team auf dem Desktop: KDE-Oberfläche und Linux

Sonntag, 8. November 2009

Zusammen mit Linux hat dich die KDE-Oberfläche als Aufsatz zu diesem freien Betriebssystem schnell verbreitet. Da bei Linux die Benutzeroberfläche, anders als etwa bei Windows, vollkommen unabhängig vom Betriebssystem ist, kann man sich diese aus einer Reihe von Alternativen frei aussuchen. Offenbar sind jedoch viele Linux-User von Windows geprägt und entscheiden sich für die KDE-Oberfläche, da man sich hier sofort ziemlich gut zurechtfindet, wenn man mit der Oberfläche des verbreitetsten Betriebssystems der Welt vertraut ist, denn es sehen bei KDE Ordner, Fenster und dergleichen ganz ähnlich aus wie bei Windows und werden auch praktisch genauso bedient.

Die KDE-Oberfläche ist, wie Linux auch, Open Source, frei kopierbar und kostenlos. KDE steht für „K Desktop Environment“. KDE wird von einer Programmierergruppe entwickelt, die sich „K“ nennt. „K“ steht eigentlich für gar nichts und wurde als Namen gewählt, weil dieser Buchstabe im Alphabet nach „L“ wie Linux kommt. Bei praktisch allen Linux-Distributionen kann man das Betriebssystem gleich mit KDE-Oberfläche installieren, die KDE Installation erfolgt, wie die ganze Installation von Linux samt vorausgewählter Software auch, vollautomatisch.

Auch beim Einrichten des Arbeitsplatzes macht es die KDE-Oberfläche dem Benutzer leicht. Die KDE Konfiguration erfolgt über das so genannte Kontrollcenter, in dem alle Dinge enthalten sind, die der Benutzer selbst einstellen darf – und noch mehr: Man kann hier auch Dinge einstellen, die nur der Administrator ändern darf, dazu muss man dann aber jeweils dessen Passwort eingeben.

Thema: Software